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Artikel 03.04.2007 |
| April, April! |
Es war sicherlich nicht schwer, einige der letzen Artikel als Aprilscherz zu enttarnen. Die Meldungen über den Bundestrojaner allerdings zeigen, dass unsere Gedanken dazu durch den Überwachungswahn des Regimes noch übertroffen werden.
Erstmal das Wichtigste: Diese Seite wird nicht abgeschaltet. Einige Kameraden schrieben uns, dass sie enttäuscht wären, wenn wir uns der Repression des Regimes beugen würden, wir werden es ganz sicher nicht tun. Gewundert haben uns allerdings die Zuschriften der Staatssicherheit. Doch auch euch können wir beruhigen, ihr werdet ganz sicher auch in diesem Jahr durch unseren Freiheitskampf viel zu tun haben.
Der Artikel mit den Tattooentfernungsmittel "Booner" ist natürlich absoluter Quatsch, ebenso gibt es keine Rettung für unser Gesundheitssystem. Doch wie sieht es mit dem Bundestrojaner aus? Eigentlich als Satire geplant, merkten wir schnell, dass unsere Gedanken überhaupt nicht so abwegig sind. Denn die Vergangenheit hat immer gezeigt: Gibt es erstmal für eine Überwachungsmaßnahme eine gesetzliche Grundlage, wird diese von der Staatssicherheit auch massiv genutzt, beispielsweise werden in der BRD täglich 9000 Handys abgehört.
Da der Bundestrojaner auf allen Architekturen und Betriebssystemen laufen sollte, um so ein Ausweichen der Terroristen zu verhindern, kann man davon ausgehen das hier ein einfaches Ausnutzen von Sicherheitslücken nicht den sicheren Erfolg bringen würde. So geht beispielsweise der Chaos Computer Club davon aus, dass der Trojaner in laufende Downloads eingeschleust und ausgeführt wird. Dies würde jedoch einen massiven Eingriff in die Netzinfrastruktur vorraussetzen, da ja nicht, wie heute schon, jeglicher Datenverkehr protokollierbar sein müsste, sondern auch manipulierbar. Man darf gespannt sein, wie sie die technischen Probleme lösen.
Entlarvend ist, dass der Staat überhaupt an einem solchen Projekt arbeitet. Auf andere Staaten wie China oder Russland schimpfen, hier aber eine Infrastruktur installieren, die die komplette Manipulation des Internets durch das Regime ermöglicht. Solches Verhalten ist eben nicht besonders überzeugend.
So beschwerte sich kürzlich sogar schon die "Gewerkschaft der Polizei", die durch die ungezügelten Überwachungsmaßnahmen einen Vertrauensverlust in der Bevölkerung befürchtet. Nun, wenn auf einem Trauermarsch auf junge Mädchen mit Knüppeln eingeschlagen wird, wenn alten Menschen mit Schlagstöcken die Knochen gebrochen werden, kann man da überhaupt noch von Vertrauen reden?
Wir kämpfen allein für die Freiheit unseres Volkes. Nur die Liebe zu unserem Volk ist unser Antrieb. Welche Motivationen haben die Systemlinge, die sich uns in den Weg stellen? Sie wollen doch nicht etwa die Zustände die hier herrschen, durch ihren Versuch uns aufzuhalten, schützen? Falls ja wäre das in etwa das Gleiche, einen fahrenden Zug durch Entgegenstellen aufhalten zu wollen. |
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