Blickpunkt Lausitz |
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Artikel 13.04.2007 |
| Wenn die Menschen gehen und die Wölfe kommen - vom alltäglichen Raubtierkapitalismus in der Lausitz |
Kurz nach 20 Uhr ist nichts mehr los in den Kleinstädten der Lausitz. Egal ob Lübbenau, Spremberg oder Zittau. Ob in größeren Städten wie Cottbus oder Hoyerswerda – überall findet man menschenleere Straßen vor. Es ist leise und duster. Nur die Werbeschilder der Großkonzerne blinken in der Nacht. Ein paar Männer treffen sich in der Tankstelle zum Reden. Das Bier fließt die Kehlen herunter.
Die Lausitz ist wie ausgestorben. Kaum einer ländlichen Region in Mitteldeutschland geht es besser. Schulen stehen leer und verrotten. Ehemals voll bewohnte Plattenbauten werden auf Anordnung der Demokraten niedergerissen. Der Leerstand ist die Folge des massenhaften Wegzugs junger, leistungsfähiger Deutscher. Ihr Ziel ist meist der BRD-Süd-Westen oder gar das Ausland. Zurück bleiben Alte, Kranke und Arbeitslose. Eine Arbeitslosenquote von mindestens 15% ist keine Seltenheit mehr. So hoch wie diese Zahl ist, so niedrig ist leider die Zahl der lebend geborenen Deutschen. Nachwuchs gibt es kaum. In manchen Gemeinden wird gar kein Kind mehr geboren.
Mitteldeutschland steht nahe am Bankrott. Nein, Mitteldeutschland ist bankrott. Denn dort, wo eine Bevölkerung sich nicht mehr fortpflanzen will und stattdessen den Wegzug in Kauf nimmt, hat der Kapitalismus seine Blütezeit überschritten.

Die Stadt Spremberg liegt laut einer Studie des Instituts „Prognos“ wirtschaftlich gesehen gar auf dem letzten Platz. Hunderte Wohnungen wurden bereits abgerissen. Ich-AG`s gehen pleite, Kleinwagenhändler versuchen ihre alten Fahrzeuge an die wenigen Arbeiter günstig zu verscherbeln. Außer einer schönen Altstadt hat Spremberg seiner Bevölkerung längst nichts mehr zu bieten. Doch selbst hier versuchen die Demokraten die Situation schönzureden.
Nur für Naturfreunde gibt es in diesen Zeiten noch positive Meldungen:
„Die Einzigen, die es jetzt noch freiwillig in die Lausitz zieht, sind die Wölfe.“
Begonnen hat diese Abwärtsentwicklung bereits kurz nach der so genannten „Wende“. Nachdem das staatskapitalistische System der DDR den Lausitzer Boden ausbluten ließ, und daß „schwarze Gold“ international verscherbelte, kamen die westlichen Wirtschaftsbosse und plünderten ehemaliges „Volkseigentum“ bis zum letzten aus. Maschinen wurden demontiert, Arbeiter abgeworben und funktionierende Kleinunternehmen wie eine Zitrone ausgepresst. Die Vertreter des westlichen Konzernkapitalismus ließen nichts, aber auch gar nichts zurück. Zumindest nichts, was sich zu Geld machen ließ. Aber auch der Staat wirkte Aktiv an der Ausbeutung mit. Abermals an der Spitze: Birgit Breuel. Sie verwaltete im Namen der Treuhand den Ausverkauf Mitteldeutschlands. Zurückgeblieben sind fast menschenleere Dörfer und runtergekommene Industriestädte. Wenige Jahre nach der Wende findet man ein entvölkertes Gebiet vor, welches dem internationalen Kapital zum Opfer fiel.
Regionen wie die Lausitz zeigen - vorerst noch im kleinen - was ein System anrichten kann, welches in einer begrenzten Welt wie unsere es nun mal ist, auf unbegrenztes Wachstum schwört. Ein System, in dem nicht die Versorgungssicherheit und Weiterentwicklung des Volkes im Mittelpunkt steht, sondern die Gewinnmaximierung. Ein System, in dem das Volk der Wirtschaft und die Wirtschaft dem Geld dient. Ein System was sich einen Dreck darum schert was mit den Ausgebeuteten geschieht.
Diese Tatsachen werfen die Frage auf, wer für diese Dinge verantwortlich ist. Wer kann ernsthaft daran glauben, daß solch ein lebensfeindliches System die Probleme lösen kann? Wer spricht diesem System noch irgendein Existenzrecht zu?
Es sind die selbsternannten Demokraten von PDS bis Republikaner, die Profit aus dieser Entwicklung schlagen. Jene, denen unser Volk egal ist, solange sie ein fettes Leben führen können. Es sind die Mitarbeiter in den Parteistuben, deren Gehalt gesichert ist. Es sind die Staatsangestellten, die diesen Wahnsinn auch noch verwalten. Sie alle wissen was sie tun, denn sie erhalten bewusst dieses System Und warum? Sie alle stehen auf der Gehaltsliste der „goldenen Internationale“. Aus diesem Grunde werden die Verwalter dieses Systems nie freiwillig einen Meter weichen. Sie werden alles für dessen Erhalt tun.
Um wenigstens halbwegs für sozialen Frieden zu sorgen und um zu verhindern, daß sich das Volk wieder auflehnt, haben die Verwalter dieses Systems Einrichtungen geschaffen, die das versklavte Volk ruhig stellen. Hartz 4 sichert die lebensnotwendigen Dinge. Der Magen ist voll, die Funktelefonkarte aufgeladen und Sprit bis zur Disko ist auch noch da. Die tägliche Fernsehverblödung bezahlt der Staat selbstverständlich auch. Schließlich ist die tägliche Propaganda ein wichtiger Stützpfeiler dieses morschen Systems. So wird das Volk auf niedrigem Niveau gehalten. Politische Gruppen gaukeln zudem ein Mitspracherecht an der Politik vor. So daß jeder glaubt mitreden zu können. Die Demokraten lassen die Deutschen glauben, in der parlamentarischen Demokratie mitbestimmen zu können. Doch die einzigen die hier zu bestimmen haben, sind die internationalen Lobbyisten. Die vom System gestützten „linken“ und „rechten“ Parteien geben vor die einzige Alternative zu sein.
Das internationalistische Bestrebungen (Die.Linke, Antifa) keine Alternativen sein können liegt auf der Hand. Denn wer Staatsgrenzen niederreißen will und bestrebt ist den Völkern der Erde ihre Eigenarten abzusprechen, der arbeitet dem globalen Kapitalismus zu. Schließlich spielt die Vereinheitlichung der Welt dem internationalen Kapital in die Hände. Darüber können auch G8-Proteste und 1. Mai-Kundgebungen nicht hinwegtäuschen. Am Ende liegen sich alle Demokraten sowieso wieder in den Armen.
„Rechte“ Gruppen sind der Lösung meist schon etwas näher. Sie haben erkannt, daß nur starke Nationalstaaten und gesunde Völker die weitere Ausbeutung von Natur- und Tierwelt stoppen können. Doch auch jene „rechte“ Gruppen werden das Problem nicht lösen können, solange sie auf dem Boden des liberalkapitalistischen BRD-Systems stehen. Denn wer die morschen Grundpfeiler dieses Systems nicht wegsprengt, um ein neues Fundament zu errichten, der wird als Grundlage für ein neues System eine ebenso wankende Basis haben, wie die alte Ordnung. Daher ist es wichtig zu erkennen, daß ein neues System nicht nur auf nationaler und sozialer Grundlage stehen muß, sondern daß es die Ausbeutung unseres Volkes nur durch die Abschaffung der Zinswirtschaft beendet werden kann.
Dies müssen wahrhaft systemüberwindende Bestrebungen erkennen, um einer Entwicklung, wie sie die Lausitz erlebt, entgegenwirken zu können. Ohne diese Alternativen können auch nationale Kräfte nichts ändern. Unsere Idee von einem Volksstaat auf nationaler und sozialer Grundlage müssen wir vermitteln können. Aber nicht nur das, wir müssen unsere Volksangehörigen dazu bringen, sich mit unserer natürlichen Lebensanschauung zu identifizieren. Das setzt voraus, daß jeder Einzelne von uns Träger dieser Idee wird und nicht nur hier und da aktiv ist. Das er fest an sie glaubt und sie lebt. Wenn sich unsere Idee in unserem Handeln, in unseren Worten und Schriften wiederspiegelt, dann sind wir erst wahrhafte Träger dieses Glaubens. Es bedarf nicht Unmengen an Flugblättern, Demonstrationen und Aufklebern, um unsere Idee in das Volk zu tragen. Es bedarf vor allem fester Persönlichkeiten, die sich nicht durch Materialismus, Ichsucht und staatliche Repression von ihrem Glauben abbringen lassen. Es bedarf vielmehr Aktivisten, die für die Bürger „greifbar“ sind. Unsere Bewegung braucht Gesichter.
Das ist der erste Schritt hin zu einer neuen Ordnung. Wir müssen durch Charakter und Tat überzeugen. In welchen Kreisen wir dann auch immer wirken ist fortan nebensächlich. Wichtig ist, daß wir mitten im Volk wirken. Dort wo das System unser Volk im Stich läßt, kommen wir wie die Wölfe der Lausitz daher. Wir entfachen in unserem Volk erneut das Feuer des Lebens - wir treiben es an und geben ihm wieder Hoffnung. Wir setzen da an, wo das System nicht mehr mit Knüppelhieben, Telefonüberwachungen und Hausdurchsuchungen wirken kann.
Der Strukturwandel unserer Region birgt also neuen politischen Sprengstoff in sich. Er läutet den Untergang des Systems ein und ist zugleich Keimträger einer kulturpolitischen Erneuerungsbewegung auf breiter Basis. Denn wo der BRD-Staat aufgibt und sich zurückzieht dort können wir verstärkt ansetzen und aktiv werden. Dort wo wir den öffentlichen Raum prägen, dort hat das System schon heute verloren. |
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