Blickpunkt Lausitz


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Artikel 08.07.2007

Sie können es einfach nicht lassen – Anquatschversuch in Hoyerswerda
Bereits im letzten Jahr dokumentierten wir eine Reihe von Anwerbeversuchen der Staatssicherheit in der Lausitz. In Ostsachsen sowie in Süd-Ostbrandenburg belästigten Systemwächter junge Aktivisten. Nachfolgend aufgeführtes Gedankenprotokoll wurde uns nun aus Hoyerswerda zugesandt:

„Ich bin am Donnerst den 5. Juli um 12.00 Uhr nach Hause gegangen, um mit meinem Hund raus zu gehen. Als ich die Wohnungstür verlassen habe, stand auch schon der Schnüffler am Hauseingang. Er muß mich abgepaßt haben, da ich sonst erst später von der Arbeit komme. Er kam auf mich zu und fragte, ob wir uns nicht mal unterhalten müßten. Dann zog er einen Ausweis und sagte Verfassungsschutz. Ich gab ihm daraufhin unmißverständlich und energisch zu verstehen, daß er mir gestohlen bleiben kann. Darauf hin fing er an mir Aktionen vor zuhalten, an denen ich seiner Meinung nach mitgewirkt haben soll. Ich reagierte nicht darauf und ging einfach weg. Er kam mir sofort hinterher und stellte sich mir in den Weg, um mich weiter zu bequatschen. Nach den Worten: „Wir beobachten Sie schon lange und kriegen Sie auch noch ran.“ lief er weiter. Nun bin ich ihm hinterher, um mir das KfZ samt Nummernschild zu notieren. Mit seinem grauen BMW neuerer Bauart und Görlitzer Kennzeichen fuhr er davon. Der Typ war etwa 35 Jahre alt, trug komplett Jeanskleidung und hatte braune kurze Haare. Er war von schlanker Statur.“

Soweit das Gedankenprotokoll. Jeder der Angequatsch wird sollte eins anfertigen. Weiterhin gelten die von der „AG Anquatschversuche“ herausgegebenen Regeln:

- Verweigere Dich den Anquatschversuchen der Systemwächter. Sage deutlich, dass Du zu keinen Gesprächen mit ihnen bereit bist.

- Fotografiere den Systemwächter mit der Kamera Deines Funktelefons (wenn vorhanden). Das sollte ihn abschrecken und die Bilder können andere schützen.

- Findet der Anquatschversuch in der Öffentlichkeit statt, schrei laut heraus, dass es sich um einen Agenten des Systems handelt. Laß die Menschen um Dich herum wissen, dass die Überwachung und Unterdrückung unseres Volkes noch genau so real ist, wie vor dem Fall der Mauer.

- Informiere Deine Freunde über den Anquatschversuch, fertige ein Gedankenprotokoll an und sende es zur Veröffentlichung an eine Netzseite in Deiner Region.

- Lade den Jingle der AG Anquatschversuche herunter. Versende ihn an Freunde, brenne ihn auf CDs oder spiele ihn bei Feiern ab. Schütze Dich und Deine Kameraden gegen die Angriffe der Systemwächter!

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