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Artikel 26.08.2007 |
| Ewiges Vorbild! Heß-Aktionswochen in der Oberlausitz/Niederschlesien |
Unter Anwendung verschiedenster Mittel und Aktionsformen machte die volkstreue Jugend in der Oberlausitz und Niederschlesien die Erinnerung an Rudolf Heß und seiner bis heute ungesühnten Ermordung für die Öffentlichkeit sichtbar.
Mag sein, daß man die sinkenden Teilnehmerzahlen der sogenannten Gedenk-Ersatzdemonstrationen beklagen mag. In der Oberlausitz ist ein massiver Anstieg öffentlichkeitswirksamer Aktionen rund um den Todestag von Rudolf Heß zu verzeichnen. Das Erfreuliche daran ist, daß diese Taten
keinen Platz für Mitläufertum bieten, was also einen zahlenmäßigen Anstieg fähiger Akitivisten bedeutet. Anhand zahlreicher Reflektionen in der Presse in allen unseren Städten ist das Ziel, dem Gedenken zum 20.
Todestag des Märtyrers des Friedens öffentlichen Raum zu schaffen, als erreicht anzusehen.
Aus ihrem 14-tägigen Einsatz ziehen die Aktivisten aus den Kreisen Bautzen, Görlitz, Niederschlesien und Löbau-Zittau in ihren Berichten Bilanz:
Es hagelt Verbote im ganzen Land. Das Bundesverfassungsgericht schiebt auch für dieses Jahr die Grundsatzentscheidung für einen Rudolf-Heß-Gedenkmarsch in Wunsiedel auf.
Wir sind nicht überrascht. Nein. - Wir sind bestens darauf vorbereitet. Alle Vorbereitungen sind längst getroffen und ein wider Erwarten genehmigter Gedenkmarsch würde, ehrlich gesagt, einen Teil unserer
Planungen über den Haufen werfen.
Erwartungsgemäß halten wir nun auch das Verbot für den in Zittau angemeldeten Gedenkmarsch in den Händen. Aufgrund der ausstehenden Grundsatzentscheidung des BVG ist eine juristische Gegenwehr unsererseits nicht erfolgversprechend und reine
Geldverschwendung. Erklärtes Ziel ist es, den Mord des englischen Geheimdienstes an Rudolf Heß vor 20 Jahren der Öffentlichkeit in der
Oberlausitz bewußt zu machen. Und das ist uns bereits mit der alleinigen Anmeldung einer öffentlichen Gedenkveranstaltung in Zittau gelungen. Als der geneigte Sächsische-Zeitung-Leser am 16. Ernting den Zittauer Teil
aufschlägt, findet er einen umfassenden Bericht über unsere Aktivitäten anläßlich des 20. Todestages samt Portraitbild von Rudolf Heß mit einem Hinweis darauf, daß die Demonstration verboten wurde. Daß aus Angst vor einer Spontandemonstration unsererseits am 18. August zwei Hundertschaften
Polizei in Zittau für nichts und wieder nichts Dienst schieben mußten, war für unsere Aktivitäten zwar lästig, aber nicht wirklich hinderlich.
Die Aktionswochen in der Oberlausitz liefen für alle Beteiligten ohne nennenswerte Störfälle oder Eingriffe höher Gewalten ab. Über die Geschehnisse der zurückliegenden
Tage berichten die Kameraden aus den jeweiligen Städten in Kürze:
Görlitz erinnert an den Friedensflieger Rudolf Heß
In Görlitz erinnerten eine ganze Woche lang junge Deutsche, an den in alliierter Haft ermordeten Rudolf Heß.
In der Nacht vom 12. auf den 13. Ernting
wurden im ganzen Stadtgebiet Plakate, Transparente, Aufkleber und Flugzettel verteilt, welche mahnende und aufklärende Worte sprachen. Trotz des BRD-Verbotswahns und polizeilicher Kontrollen wurden zahlreiche Plätze, Häuser, Brücken und Bushaltestellen für unsere Aussagen in
Beschlag genommen. Diese Aktionen wurden über die ganze Woche hin fortgeführt. Zuspruch erhielten wir nicht nur hinter vorgehaltener Hand. Ja, wie nach dem Schneeballprinzip fanden wir sogar neue Mithelfer, die auf
eigene Faust in ihren Wohngebieten zu wirken begannen. Auch die Linkspartei soll nach Presseberichten nicht verschont geblieben sein, denn wir lasen später schmunzelnd in der Sächsischen Zeitung: „... Plakate sind
von Unbekannten in der Nacht zum Freitag an das Büro des Görlitzer Stadtverbandes der Linkspartei auf der Schulstraße geklebt worden. Auf ihnen wird anlässlich des 20. Todestages des als NS-Kriegsverbrechers
verurteilten Rudolf Heß (1894-1987) zu einer „Aktionswoche gegen das Vergessen“ aufgerufen. Kriminalpolizei und Staatsschutz
ermitteln.“ Den Ordnungshütern ist freilich niemand ins Netz gegangen.
Weiterhin lasen wir im Görlitzer Teil der
Sächsischen Zeitung: „GÖRLITZ. In der Nacht zum Montag haben unbekannte Handzettel, Plakate und Transparente mit politisch
rechtsorientiertem Inhalt im gesamten Görlitzer Stadtgebiet verteilt. Besonders an Haltestellen, Brücken, Litfasssäulen und öffentlichen Gebäuden fand man das Material.“
Zurückblickend auf unsere erfolgreichen
Aktivitäten in Görlitz sind wir gewiß, auch im nächsten Jahr wieder auf diese Weise einem der größten Männer der deutschen Geschichte zu gedenken, wenn uns abermals durch fadenscheinige Verbote kein würdiger
Gedenkmarsch genehmigt werden sollte.
In ewiger Ruhe – Rudolf Heß.
Rudolf-Heß-Gedenkwochen auch in Bautzen
Zum 20. Todestag von Rudolf Heß entschloß man sich in Bautzen ein Zeichen zu setzen, um die
verblendete Bevölkerung wach zu rütteln.
Am Montagabend machten sich vier Trupps mit Tapezierpinsel und Plakaten an verschiedenen Stellen in Bautzen auf den Weg, um diverse Haltestellen, Falschencontainer etc. zu
verschönern. Einige Umerzogene versuchten die Plakate am nächsten Morgen herunterzureißen. Aus sicherer Quelle - durch einen Gefährten, der am Dienstagmorgen aus einem anderen Grund eine Ladung bei der Polizei hatte - erfuhr man, daß die Behörden Leute in der Nacht losschickten, um die Plakate weitestgehend zu entfernen. Dies mißglückte allerdings ein wenig, da einige Plakate am Dienstag augenscheinlich immer noch klebten, um
hoffentlich dem ein oder anderen die Wahrheit vor Augen zu führen.
Am Mittwochabend ging es - mit Sprühdose und
Schablone bewaffnet - auf, um ein weitere Zeichen zu setzen. Unsere Schatten fielen an Häuserwände und Brücken...
Transparente tauchten am Freitag an
Autobahnbrücken und Bahnbrücken auf. Überall im Stadtzentrum und in den Wohngebieten fand man Aufkleber. Unausgeschlafene Bürger konnten beim morgendlichen Einholen der Tageszeitung mit einer aussagekräftigen Mahnung auf die wahren Todesursachen von Rudolf Heß hingewiesen werden.
Fazit: Mit den
diesjährigen Aktionswochen hofft man die Bevölkerung endlich einmal die Augen geöffnet zu haben. In diesem Sinne: Rudolf Heß - Ruhe in Frieden!
Nieskyer gedenken Friedensflieger Heß!
Wie in sovielen anderen Städten und Gemeinden unserer Heimat, erinnerten auch in der
niederschlesischen Kleinstadt Niesky nationale Aktivisten an das schicksalhafte Leben des damaligen Reichministers und stellvertretenden Parteivorsitzenden Rudolf Heß.
Mittels Plakaten, Aufklebern, Transparenten
sowie diversen Schriftzügen wurden Brennpunkte wie Einkaufsmärkte und Wohngebiete mit der Botschaft der Aktivisten versehen. “Rudolf Heß - es war Mord“ säumte zahlreiche Mauern der Kleinstadt.
Noch an den Aktionsabenden wurden Plakate,
Aufkleber und Transparente durch die Marionetten und Knechte des Systems reinlichst entfernt, sodaß Nieskyer Bürger möglichst nichts von der Aufklärungsarbeit der Aktivisten bemerken sollten. Nur durch die kontinuierliche Aktionsgestaltung ist es gelungen, das Thema in die Bevölkerung zu tragen. So blieben Tag für Tag Einzelstücke den Systemwächtern verborgen und interessierte Bürger konnten sich aufmerksam
den Inhalten der Plakate widmen.
Die Aktionswochen in Zittau
Es war keine Woche wie jede andere. Diesmal hatten sich junge Widerstandskämpfer aus Zittau und Umgebung zum Ziel gesetzt, dem
Friedensflieger Rudolf Heß die Ehre zu erweisen, indem sie in den vergangenen Wochen durch verschiedene Aktionen versuchten dem Volke die wahren Umstände seines Lebens und Todes deutlich zumachen.
Die so genannte Geisterstunde war bereits schon seit einiger Zeit vorbei, als sich am Montag mehrere junge Streiter für die Wahrheit auf den Weg machten, um auf den Künder des Friedens durch das Plakatieren viel besuchter Orte und anderer prägnanter Stellen aufmerksam zu machen. Am Tag darauf war die ehemalige Mandaukaserne an der Strasse von der Stadtmitte zum heutigen Grenzübergang Ziel der Aktivisten. Kurz nach der Mittagszeit wurden von den Mitteltürmen des alten Gemäuers zwei 4m lange Stoffbahnen
mit den Aufschriften "Rudolf Hess" und "Märtyrer" entrollt.
Wie jeden Mittwoch fand in Zittau der Wochenmarkt statt. Dies war Anlaß, die Marktbesucher erneut auf das Schicksal von Rudolf Heß aufmerksam zu machen. Das unscheinbare Auftreten der Widerstandskämpfer hätte wohl niemanden interessiert, doch als wie aus dem Nichts hunderte Wurfschnipsel
durch die Luft wirbelten, waren sie plötzlich im Mittelpunkt des Markttreibens. Als dann wieder Schnipsel im Wind flatterten, hatte dann auch der Letzte begriffen was hier geschehen war. Die Neugierde bewegte die
Leute dazu, einen Schritt aus der Masse hervor zu tun und sich die am Boden liegenden Papierfetzen näher zu betrachten. Die Gelegenheit nutzten die Aktivisten um sich unerkannt von dem regen Treiben zu entfernen.
Am 16. Ernting schmökerten wir in der Sächsischen Zeitung und lasen dort über die Transparente an der Mandaukaserne: „Auf ihnen war nach Angaben von Augenzeugen zu lesen: „Märtyrer Rudolf Hess“. Fahrgäste einer nahe gelegenen Bushaltestelle beobachteten, wie Polizeibeamte die Transparente entfernten. Allerdings war der
Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien gestern auf SZ-Nachfrage von diesem Vorfall nichts bekannt. Es seien aber auf der Hochwaldstraße am toom-Markt, auf der Goldbachstraße und auf der Äußeren Weberstraße (alle Zittau), aber auch in Beiersdorf am Dienstag Plakate mit ähnlichem
Inhalt sichergestellt worden, informierte Polizeisprecher Uwe Horbaschk. Gestern fielen die Heß verherrlichenden Plakate in Lawalde und in Zittau auf. Dort wurde auf der Bautzener Straße ein Passant beobachtet, der die Schriftstücke in die Luft warf, so Horbaschk.“
Vom Willen beseelt, den Aktionswochen einen krönenden Abschluß zu bereiten, errichteten die jungen Streiter der Wahrheit in Straßenbauarbeitskleidung am 22. August an der Äußeren Weberstraße in Zittau kurzum eine Baustelle, wo an Bauzäunen ein Transparent mit der Aufschrift „1987 – Mord an Hess“ angebracht wurde.
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