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Artikel 16.10.2007

Kopfgeld auf Nationale Aktivisten?
In der sächsischen Stadt Kamenz scheinen Aufkleber und Plakate des Nationalen Widerstandes, dem örtlichen Bürgermeister ein Dorn im Auge zu sein. An sich nichts verwunderliches, will doch der bundesdeutsche „Gutmensch“ seinen Seelenfrieden auch beim abendlichen Spaziergang durch die Gassen der Heimatstadt haben, um ja nicht in seinem Konsumtaumel gestört zu werden.

Daß das Verkleben von Aufklebern und Plakaten zu einer der wichtigsten Aktionsformen des Widerstands gehört, sollte auch der regionale NPD-Kreisvorsitzende wissen. Dieser jedoch wandte sich in einem offenen Brief an den Bürgermeister. Dort erklärte er, daß er sich bei der Mutterpartei – hier dem Landesvorstand – dafür einsetzen werde, „dass generell auf Propagandamittel in Form von "kleinen Papieraufklebern" verzichtet wird.“ Was an sich schon fragwürdig ist, nämlich das Zusammenarbeiten mit einem Systemling gipfelt letztendlich in der Aussage, daß er – der NPD-Chef von Kamenz – „als Bürger der Stadt Kamenz eine "Fangprämie" von 100,00 Euro auszusetzen“ würde. Weiter regt er an, daß die Stadt Kamenz diese „Fangprämie“ ja „angemessen erhöhen“ könne, um die „Verursacher“ zu finden. Fangprämie auf nationale Aktivisten? Wahrlich, wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde.

JN-Sachsen

Daß man über die Art und Weise und vor allem über die Menge der zum Einsatz gebrachten Materialien streiten kann, steht ganz außer Frage. Es kann dennoch nicht sein, daß Mitglieder der Mutterpartei derart gegen junge Aktivisten vorgehen. Im Sinne der vor einigen Jahren ausgerufenen Volksfront ist das mit Sicherheit nicht.

Als Leiter des Referats „parteifreie Kräfte“ im JN-Landesvorstand, distanziere ich mich von dem Schreiben Mario Ertels. Ebenso lehnt der gesamte Landesvorstand der JN-Sachsen dieses Vorgehen ab. Will die, von Anfang an auf tönernen Untergrund stehende Volksfront, überhaupt eine Chance haben, muß sie von allen Beteiligten getragen werden.

Der Kampf um die Straßen hat viele Gesichter. Ob Demonstration, Plakat oder Aufkleber spielt dabei keine Rolle. Bürgerliches Gehabe und das Anbiedern an BRD-Demokraten hat hingegen in unserer Bewegung nichts zu suchen.


Für den JN Landesvorstand:

Sebastian Richter "Referat parteifreie Kräfte"

Quelle: www.jn-sachsen.de

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