Blickpunkt Lausitz


Blickpunkt Lausitz


Broschüren


Werbung

Werbung

Werbung


Artikel 22.10.2007

Heimat ist mehr als nur ein Standort - Demonstration am 20.10.2007 in Hirschfelde
Hirschfelde. Unter der schwarzen Fahne und hinter einem Transparent mit der Aufschrift "Heimat ist mehr als nur ein Standort" sammelt sich die heimat- und volkstreue Jugend aus der Oberlausitz zu einer Demonstration. Ein kleiner Ort, ein Dorf, ja, ein Dorf an der Grenze! Das an der Bundesstraße 99 zwischen Zittau und Görlitz liegende Hirschfelde hat unlängst erst seine Selbständigkeit durch eine Eingemeindung an Zittau verloren. Viel hat sich in den letzten Jahren getan im Ort – oder sagen wir: viel hat sich verändert. Rund um den Marktplatz wird Geschäft um Geschäft geschlossen, für immer...

Hirschfelde Abwanderung

Und auch in den darüber liegenden Wohnungen hängt längst keine Gardine mehr in den Fenstern. Leer und kalt starren die toten Fenster auf die Straßen hinab. Wie viele Nachbarn, Freunde, Verwandte, ja, ganze Familien mag man in den letzten Jahren hier verabschiedet haben und wie fühlt man sich als Zurückgebliebener? Fühlt man sich zurückgelassen? Hadert man selbst mit der Entscheidung, fortzugehen? Bringt man für die ehemaligen Nachbarn Verständnis auf? Hat man nicht manchmal und immer mehr das Bedürfnis zu fragen: Was ist hier verdammt noch mal los? Will man nicht in die stumme Leere hinein schreien: Wo seid ihr denn alle geblieben? Wohin soll das führen? Doch die Häuser, die Menschen und auch ihre sogenannten Vertreter in den kleinen und großen Parlamenten schweigen – keine Antwort...

Wer kennt sie nicht, die Clownsvisagen der Wahlplakate: Herrschaften mit Schlips und Kragen, die weit entfernt in Dresden oder Berlin Steuergelder für ihr überflüssiges Geschwätz verschlingen und sorglos von Termin zu Termin hüpfen, um Verhandlungen zu führen. Nicht mit dem Volk – mit "Kollegen" wird verhandelt - im Aufsichtsrat des einen oder anderen Großunternehmens, von denen es im Grenzlande der Lausitz nicht gerade wimmelt. Es kommt der Tag, an dem die Damen und Herren selbsternannten Demokraten die Früchte ihrer Politik für die Lausitz präsentieren werden. Sie werden verkünden, daß dieses und jenes Dorf abgerissen werden muß, weil die Infrastruktur angesichts der wenigen Einwohner, die noch geblieben sind, nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. „Es rechnet sich nicht mehr“, werden sie buchhalterisch festzustellen wissen. Über siebenhundert Jahre alte Dörfer werden mit dem Rotstift aus den Büchern gestrichen. Und wir wissen, auf wessen Konto das geht und was man der eliminatorischen Bevölkerungspolitik der selbsternannten Demokraten schon heute für eine Bilanz des Versagens in den ländlichen Räumen ganz Mitteldeutschlands vorlegen kann! Wer nach der Zukunft seiner Heimat – und damit sind immer Land und Leute gemeint – fragt, der braucht von den Nutznießern des Kapitalismus keine Antwort zu erwarten. Keine Antwort...

Hirschfelde Abwanderung

"Abwanderung und Hartz IV – nicht mit uns! Wir bleiben hier!"
Hinter der laut bebenden Trommel marschieren hundert Jungen und Mädchen und wie Trommelschläge hallt lauter noch ihr Rufen, einem Aufschrei gleich, eindringlich durch die Straßen und Gassen von Hirschfelde. "Wer hat uns verraten? – Die Demokraten! Wer macht damit Schluß? – Nationaler Sozialismus!" Jeder von ihnen kennt das Bild leerstehender Häuser, das Bild zerrissener Familien oder den Zwang, die Heimat der Arbeit wegen verlassen zu müssen. In diesem Dorf sind sie unter Gleichen und Gleichgesinnten wie sonst nirgends. Diese Jugend, die hier auf die Straße geht, hat sich längst von den leeren Versprechungen und dem Vertrauen an die Repräsentanten der BRD entfernt und verabschiedet. Ihre Wut und ihr Protest richten sich gegen das fortwährende Ausbluten der Heimat, dem scheinbar allerorts nur zugesehen wird. Sie wollen mit der wachen Kraft ihrer Jugend die betrübten Gemüter hinter den leer werdenden Mauern erreichen und ihnen den Willen zur Tat leihen. Abwanderung und Arbeitslosigkeit sind weder schicksalsbedingt noch naturgegeben. Eine andere Entwicklung ist möglich, wenn man nur den Willen dazu hat – den Willen zu Macht und Veränderung. Sie rufen die Menschen dazu auf, sich endlich von der Vorstellung zu lösen, daß die BRD-Regierenden „unsere“ Regierenden seien. Dort, in den leerstehenden Häusern wohnt der Ungeist unserer Tage, dort wohnt heut ihr neuer Nachbar: der als Demokratie getarnte Kapitalismus! Und er verlangt Mobilität und Flexibilität von seinen Arbeiter- und Angestelltenscharen.

Hirschfelde Abwanderung

Schluß damit! "Nationaler Sozialismus – jetzt!" Und das bedeutet Volksgemeinschaft – Gemeinschaft zwischen Jung und Alt, zwischen Starken und Schwachen und vor allem zwischen Regierenden und Regierten. Das Regenwetter in Hirschfelde schmälert weder den Kampfgeist der Jugend auf der Straße, noch das Interesse der Einwohner, die aus offenen Fenstern neugierig den Reden und Rufen folgen. Manch einer traut sich nur zögerlich, sich doch einzureihen, aber niemanden gibt es, der der Jugend widerspricht. Niemanden.

Wie schon vor der Demonstration, so werden die Einwohner auch nach der Demonstration wieder Informationsschriften rund um das Demonstrationsthema erhalten. Unser Anliegen ist keine Eintagsfliege. Es ist tiefste Herzensangelegenheit und Auftrag zugleich – nicht nur in Hirschfelde. Es gibt zahllose Dörfer gleichen Schicksals, deren Jugend es zu gewinnen gilt!

Hirschfelde Abwanderung

Rundbrief

Banner


Antikap

Aktion Vergessen

Aktuelle Gefangenenliste


Aktuelles | Termine | Blickpunkt | Material | Kontakt | Verweise | Impressum