Blickpunkt Lausitz


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Artikel 13.01.2007

Die „guten Vorsätze“ und Deutschlands Zukunft
Zum Jahreswechsel ist es üblich, die guten Vorsätze zur Besserung zu bemühen, die dann doch meist schneller wieder in Vergessenheit geraten als der Januar Tage hat. So geht es jedem, der seinen guten Vorsätzen aus einer zufälligen Laune heraus Luft macht – und nicht auf der Grundlage einer echten idealistischen Weltanschauung lebt.
So haben wir soviel Arbeit, daß für gute Vorsätze ohnehin kaum Platz ist – aber einige Wünsche sind natürlich offen!
Der deutsche Idealist träumt von einer Zukunft, in der das deutsche Volk das Gespenst des drohenden Volkstodes abstreift, seine unter dem fremden Schutt verlorenen Kräfte wiedergewinnt und sich so entfalten kann, wie es unserer deutschen Art entspricht.

Der Weg bis dahin ist mit unendlich viel Arbeit und Mühe gepflastert – denn eine neue Anschauung kann sich nur durchsetzen, wenn die alten Anschauungen für jedermann erkennbar alt, inhaltsleer, wertlos und lebensfremd geworden sind.
Und das kann man nicht erklären – das muß man erleben.
Und wenn man es erlebt und verinnerlicht hat, muß man es aus einem inneren Pflichtgefühl heraus vorleben. Ein Dichter hat eines seiner Bücher einmal „Befehl des Gewissens“ genannt und damit genau jene Haltung in wenigen Worten beschrieben, die unserem Streben entspricht.
Im Dom zu Münster lautet eine alte Inschrift „Ehre ist Zwang genug“ - auch damit ist nichts anderes gemeint.
Die Menschen können wohl einen Moment bewegt werden, wenn man sie zwingt oder verführt; aber das kann niemals von Dauer sein – über kurz oder lang durchschauen sie die Manipulation und den Schwindel.
Wer aber die Herzen und die tiefste Überzeugung der Menschen gewinnt, der formt von Dauer.
Das mag sich fanatisch anhören – aber es ist eher das Gegenteil.

Der Fanatiker erhitzt die Köpfe, wir wollen die Herzen erwärmen.

Der Fanatiker will überreden, wir wollen überzeugen, nur überzeugen, und darum muß es auch gelingen.

Trotz gewaltiger Willenskraft sind wir keine Gewaltmenschen.
Goethe unterscheidet Gewalt, die aus Chaos kommt und zu Chaos hinführt, und es gibt eine Gewalt, deren Wesen es ist, Kosmos zu gestalten und von dieser sagt er:
„Sie bildet regelmäßig jegliche Gestalt - und selbst im Großen ist es nicht Gewalt.“

Wir sind Augenzeugen des Verfalls eines ganzen Kulturvolkes und es muß wohl so sein, daß das bestehende System erst in Trümmern liegen muß, bevor sich die Ursachen dafür jedem erschließen.
Nur können und dürfen wir nicht eingreifen und Verantwortung in diesem System übernehmen – denn genau darauf werden viele Untergehende hoffen, damit sie anderen die Schuld am Scheitern des Ganzen zuschieben können.
Aber jeder muß sehen und erkennen können, daß das System an dem Vielerlei der eigenen Anschauungen und der daraus resultierenden Unfähigkeit erstickt ist.

Wir müssen so, wie es der Dichter Konrad Windisch formulierte, am Rande dieses Idiotentanzes stehen und erst eingreifen, wenn die Tanzenden ausbrechen, Fragen haben und Antworten haben wollen.
Wir kennen nur eine Verantwortung – die unserem Volk gegenüber.
Wir sind auch nicht „verfassungsfeindlich“, gegen das Grundgesetz und gegen das System, denn genau hierin liegt ja der Todeskeim für das bestehende System – aber wir stehen am Rande, aufmerksam, interessiert, beobachtend, und geben gerne zu, nicht gerade mit dem Todkranken auf Besserung zu hoffen.

So wollen wir auch nur um die Herzen der Gesunden kämpfen und wünschen uns in diesem Jahr von jenen Gesunden, die noch außerhalb dieses Ringens um den Erhalt unseres Volkes stehen, sich auch die Herzen erwärmen zu lassen und dem großen Ganzen nicht ablehnend, sondern unterstützend zur Seite zu stehen.

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