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Artikel 27.01.2007 |
| Wer steckt hinter dem drohenden Irankrieg? |
Scott Ritter, ein UN-Waffeninspekteur, der von 1991 bis 1998 im Irak war, hat ein Buch geschrieben, indem er behauptet, dass Israel gerade versucht, den USA einen Krieg mit dem Iran aufzuzwingen. Dabei bediene sich die israelische Regierung legaler und illegaler Methoden.
Der politische und wirtschaftliche Einfluss Israels innerhalb der USA ist sehr groß.
Das Kernargument der Kriegstreiber ist dabei die Bemühung des Iran, Kernenergie für die zivile Nutzung verfügbar zu machen. Man könnte jetzt behaupten, der Iran verfüge doch über ausreichend Energie in Form von Erdöl. Allerdings wird der Erdölexport des Iran immer weiter reduziert und könnte 2015 schon ganz zum Erliegen kommen.
Schon deshalb braucht der Iran eine Energiealternative. Durch das UN-Embargo einerseits und andererseits dadurch, dass dem Iran eine verringerte Erdölproduktion als einzigstes Druckmittel gegen den Westen bleibt, entsteht hier eine gefährliche Patsituation.
Der Iran ist in Zukunft, wie viele Länder der Erde, auf die Kernenergie angewiesen. Das Wirtschaftswachstum erfordert schon allein einen jährlichen Mehrenergiebedarf von 5 Prozent. Der Einfluss Israels innerhalb der westlichen Welt, wird in dem gleichgeschalteten Gehetze gegen den Iran sichtbar. Dabei werden Reden des iranischen Präsidenten falsch übersetzt, dieser hatte nämlich nie behauptet, Israel "von der Landkarte verschwinden lassen zu wollen". Es werden Märchen erfunden, wie das, dass der Iran den Holocaust leugnet, und es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es im Iran "Menschenrechtsverletzungen" gibt. Beispielsweise beklagt www.heise.de, dass sich Blogger im Iran mit ihren persönlichen Daten registrieren müssten. In Deutschland wird dies durch die Impressumspflicht abgesichert und ist im Prinzip genau dasselbe. Im "freien" Westen gibt es massive Menschenrechtsverletzungen, man erinnere sich nur an Germar Rudolf, Ernst Zündel, David Irving, Axel Reitz usw..
Der weltweit steigende Energiebedarf und das Bedürfnis des Kapitalismus immer neue Märkte zu erschließen, zwingt das Großkapital einen Krieg nach dem anderen zu führen. Der Irak wird gerade von seinen Rohstoffen beraubt, die Profiteure sitzen in den USA und in Israel. Länder, die sich an der Landnahme beteiligten, erhalten nun Bauaufträge. Sie schufen sich einen neuen Wirtschaftsraum.
Was ist das für eine Welt geworden? Jede Friedensbemühung ist Heuchelei, wenn sie nicht den Kapitalismus an sich bekämpft. Jeder Versuch die Welt besser zu machen ist umsonst, wenn dabei nicht dieses System bekämpft wird! Schaut man sich dabei an, mit welchen Mitteln das Großkapital seinen Weg durch die natürliche Weltordnung frisst, bleibt moralisch gesehen nichts, was man nicht zur Bekämpfung dieser Umstände einsetzen könne. Dabei verbietet es allein die Taktik, alle Mittel dieses Kampfes zu nutzen. |
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